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Donnerstag 16.09.

 
14:00 - 16:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

ERÖFFNUNG: 
Wie aber das Gespräch beginnen?

Das Verhältnis von Lyrik und Literaturwissenschaft ist ein ebenso spannungsreiches wie spannendes. Einerseits gibt es Vorbehalte: in der Literaturwissenschaft, sich auf ein Gespräch mit Gegenwartslyrik einzulassen, und in der Lyrik gegenüber akademischen Perspektiven. Andererseits wird in Projekten, Veranstaltungen und Publikationen in den letzten Jahren der Austausch gesucht. Aber wie und worüber kommen Lyrik und Literaturwissenschaft ins Gespräch? In welchem Rahmen ist Austausch möglich, welche Bedingungen begünstigen ihn? Was könnten oder sollten seine Ziele sein? Und wo fängt man überhaupt an?

 

Diskussion: Tobias Döring, Karen Leeder, Karin Fellner, Uljana Wolf

Moderation: Tristan Marquardt / Alexander Rudolph

ab 14:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

Büro der überflüssigen Worte
Dirk Hülstrunk

Räumen Sie Ihre Sprache auf! Auch in Wissenschaftssprache und Lyrik finden sich überflüssige, unnötige, unschöne, aufgeblasene, abgenutzte und veraltete Wörter, Modewörter, Füllwörter, nichtssagende Floskeln, Euphemismen, Kitsch, Klischees oder verletzende Wörter. Büroleiter Dirk Hülstrunk hält Stempel, Karteikarten und Topfpflanze bereit, nimmt Ihren persönlichen Wortmüll entgegen und tauscht ihn gegen brandneue, unbenutzte Wörter. Die abgegebenen Wörter werden registriert, abgestempelt und einem bürokratisch-poetischen Recycling zugeführt.

Das Büro bleibt die ganze Konferenz über aktiv.

ab 15:30

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

Narration und Notwendigkeit | Rhetorische Freiheit (!) | Erholung
Lisa Jeschke & Emre Dündar

Der Komponist Emre Dündar und die Lyrikerin Lisa Jeschke treffen aufeinander, um „Narration" als Ort zu erkunden, an dem sich Denken, Klang und Gesellschaft neu formen. Basis sind Dündars Beschäftigung mit antiken rhetorischen Traditionen und Jeschkes Interesse an argumentativ abgründiger Rede als Lyrik. Sprache wird Musik, Musik Sprache.

16:30 - 17:30

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Sitzungssaal 1

MODELLBAU:
Kooperationsvorbilder historisch und international 

Vergleichen hilft! Drei Vorträge erlauben einen Blick über den zeitlichen und räumlichen Tellerrand. Beleuchten Kooperationstraditionen zwischen Dichtung und Wissenschaften, wie sie anderswo entwickelt wurden; fragen, welche Rolle Studiengänge für literarisches Schreiben oder Praktiken des artistic research in diesem Dialog spielen können; und zeigen, welches Wissen historische Vorbilder für uns parat halten.

 

Die Ausblicke gewähren:

Tobias Bulang:

Die Appropriation des Wissens und seine Transformation ins Gedicht. Heinrich von Mügeln im Kontext

Fiona Sampson:

The Double Nature of Poetics: some challenges of working with poetry  

within the Academy

Sofia Gräsberg:

“It is impossible, you say // But I know / you can’t know that“ - Introduction to a few of the practices used in Literary composition, University of Gothenburg”  

(Vortrag auf Englisch)

16:30 - 17:30

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

SYNERGIEN:
Welche Wissenschaften sprechen mit “der”Lyrik?

Zwischen Lyrikforschung und Lyrik wird der Austausch stets auch von dem Faktum bestimmt, dass die Gedichte Untersuchungsgegenstand der Forschung sind. Allerdings bestehen auch andere faszinierende Austauschmöglichkeiten: zwischen der Lyrik und dem ganzen Spektrum der wissenschaftlichen Disziplinen. Verschiedentlich werden hier Begegnungen gepflegt, etwa bei Podiumsdiskussionen zwischen Schriftsteller:innen und Klimaforscher:innen, auf Symposien oder in Schriftenreihen. Aber welche Ziele verfolgen solche interdisziplinären Projekte? Können sich poetisches und wissenschaftliches Denken tatsächlich in einen Dialog begeben, der auf beiden Seiten Denkgewohnheiten modifiziert? Oder ist in einer ausdifferenzierten Wissensgesellschaft der Wunsch nach Synergien zwischen weit entfernten Disziplinen letztlich naiv?

 

Diskussion: Sylvia Geist, Klaus Mecke, Katja Mellmann, Daniela Seel

Moderation: Andrea Grill

19:00 - 21:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

SENSING...
I’animot | Archiv | (An-) Bindungen | das Atom |
Öffentlichkeit | CO2

Die formativen Kräfte unseres Alltags sind nicht selten omnipräsent und diffus zugleich. Sie sind das, was sich hinterrücks vollzieht, uns den Rücken stärkt oder in ihn (ein-)fällt. Ihre Bezeichnungen sind wechselhaft, je nach Zeitschicht und Mode ist von Systemen oder Netzen die Rede, von Hyper-Objekten, Fluidum oder Prägekräften. Erst im Zugriff aus verschiedenen Blickwinkeln lässt sich die schillernde Komplexität solcher Phänomene partiell erfahrbar machen. Für „Sensing…“ haben deshalb Kooperationspaare aus Wissenschaft und Dichtung je einen Begriff in die perspektivische Zange genommen. Nun geben sie Einblick in ihren Arbeitsprozess und beleuchten die Konturen „ihres“ Begriffs unter dem speziellen Blickwinkel ihrer persönlichen und fachlichen Hintergründe.

 

Mit

Susanne Abel & Sylvia Geist

Klaus Mecke & Christiane Heidrich

Friederike Reents & Lütfiye Güzel

Judith Siegmund & Mara Genschel

Peer Trilcke & Brigitte Oleschinski

Michael Waltenberger & Mara Daria Cojocaru

Moderation: Anja Utler

 
 
 
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Freitag 17.09.

10:00 - 12:30

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Sitzungssaal 1

Die Redeform ‘Lyrik’ oder Was ist eigentlich
poetisch?

Während die Lyrikforschung sich in den vergangenen Jahren beeindruckend intensiv der Erschließung der Lyrik zugewandt hat, differenzieren sich gleichzeitig die poetischen Ansätze zunehmend aus. Die Frage, was poetisches Sprechen auszeichnet, wird kontrovers diskutiert, beginnend beim Grundsätzlichen: Existieren ein ‚genuin poetisches’ Sprechen und Denken überhaupt? Mit welchen Begriffen könnte man ihm begegnen? Worin besteht das Inkommensurable, Widerständige der Lyrik? Welcher Lyrik - und wie viele gibt es? Worauf können sich Dichter:innen und Wissenschaftler:innen hier einigen?

 

Frieder von Ammon, Josefine Berkholz, Nico Bleutge, Ricardo Domeneck,

Claudia Hillebrandt, Nadja Küchenmeister, Marc Matter, Ralph Müller,

Alexandra Tretakov

 

Moderation: Uljana Wolf

10:00 - 12:30

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal

Poetische Praxis: Mehr als Print

Die Multimodalität von Sprache wird durch die poetischen Akteur:innen zunehmend reflektiert und gestaltet. So entfalten sich verstärkt etwa die Bildlichkeit von Schrift, die Sprachlichkeit von Videos, poetische Codierungen des Digitalen, Sprechbarkeit und Musikalität von Lyrik, ihr Hang zum Performativen. Die Dichter:innen können ihre Arbeiten auf der theoretischen Basis differenzierter Forschungen zu Medialität entwickeln; ihre Ansätze wiederum werden wissenschaftlich durchaus rezipiert. Zeit also, Theorie und Praxis zu einem vertieften Gespräch einzuladen, zur Bestandsaufnahme und gemeinsamen Weiterentwicklung medialer Perspektiven.

 

Wiebke Vorrath gibt den Auftakt zu einem Tag voller Gespräche, Performances und vor Ort entwickelter neuer Perspektiven.

10:00 - 12:30

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal

Poetische Praxis (1)
Visuell

Diskussionen und Präsentationen zur Medialität der Lyrik, gesehen aus Theorie und Praxis.

Mit Brigitta Falkner; Sabine Mainberger & Cia Rinne

10:00 - 12:30

Lyrik Kabinett
Veranstaltungsraum

Geschenke an die Gegenwart 

Sollten die Grenzen der eigenen Sprache wirklich die Grenzen der eigenen Welt markieren, dann wäre die Poesie ihr größtes Reisebüro. Sie vermittelt Expeditionen innerhalb der ‚eigenen’ Sprache genauso wie solche in entlegene Kontexte, andere Sprachen, ferne Zeiten. Aber welche Gedichte können ‚wir heute’ – in all unseren Facetten, all unseren Ungleichzeitigkeiten – zur Differenzierung unserer Welten wirklich gut gebrauchen? Vier Paare aus Dichtung und Wissenschaft haben je ein bis zwei Gedicht-Geschenke im Gepäck, geben Einblick in ihre Auswahlprozesse und begründen ihre Überlegungen.

Lubi Barre & Sina Dell’Anno

José F.A. Oliver & Kay Wolfinger

Özlem Dündar & Katja Friedrichs

Slata Roschal & Nora Zapf

14:30 - 16:00

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Sitzungssaal 1

Einander lesen (1)
Sprachliche Konventionen und Innovationen in Lyrik und Wissenschaft 

Texte müssen sprachlich und in ihrer Gedankenentwicklung als „Wissenschaft“ bzw. „Lyrik“ erkennbar sein, um in den jeweiligen Diskurszusammenhängen rezipierbar zu werden. Gleichzeitig ist stets der Wunsch nach Abweichung und Erneuerung wirksam. Wie stellen poetische bzw. wissenschaftliche Texte heute Autorität und Rezipierbarkeit her? Oder, anders gewendet: Was sind die Moden und ‚was geht gar nicht’? Stehen bestimmte sprachlich-gedankliche Gewohnheiten mancher Neuperspektivierung im Weg? Und wie unterscheiden sich hier Wissenschaft und Lyrik? Können Importe aus der je anderen Disziplin für Erweiterungen und Perspektivverschiebungen sorgen?

 

Jörg Döring, Steffen Popp, Christian Uetz

14:30 - 16:00

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Sitzungssaal 1

Einander lesen (2)
Vielsprachig denken in Lyrik und Wissenschaft 

Vielsprachigkeit zieht sich durch die Poesie der Gegenwart, auch als wissenschaftliche Fragestellung ist Mehrsprachigkeit derzeit sehr präsent. Dabei wird Vielsprachigkeit nicht selten Thema und Mittel zugleich. Aber wie verhalten sich die Dimensionen von Erforschung und Verwendung zueinander? Welche Funktionen übernimmt Vielsprachigkeit in verschiedenen Texten, und wie unterscheiden sie sich je nachdem, welche Sprachen an Bord sind? Gleichen sich Verfahren der Vielsprachigkeit in Lyrik und Wissenschaft, beeinflussen sie sich gegenseitig, oder existieren sie völlig unabhängig voneinander?

 

Viktor Fritzenkötter, Dagmara Kraus, Cia Rinne

14:30 - 16:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

Poetische Praxis (2)
Performativ

Diskussionen und Präsentationen zur Medialität der Lyrik, gesehen aus Theorie und Praxis.

Mit Alessandro de Francesco; Henrik Wehmeier & Heike Fiedler

14:30 - 16:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal 

Poetische Praxis (3)
Hörbar: mündlich

Diskussionen und Präsentationen zur Medialität der Lyrik, gesehen aus Theorie und Praxis.


Mit Marc Matter; Claudia Hillebrandt & Tanasgol Sabbagh

14:30 - 16:00

Lyrik Kabinett
Veranstaltungsraum

Kompositionen:
Was macht eine gute Anthologie aus?

Anthologien arbeiten nach dem Prinzip der Signifikanz. Sie versammeln und selektieren alles, was im Hinblick auf eine bestimmte Thematik oder eine Zeit charakteristisch erscheint. Zugleich vereint sich in ihnen ein Anspruch auf poetische Qualität mit einem spezifischen Lyrikbegriff. Nur was als einschlägiges Gedicht erkennt wird, kann anthologisiert werden. Anna Bers hat mit ihrer jüngst erschienen Anthologie „Frauen | Lyrik“ auch aufgrund ihres hoch reflektierten Nachworts für Furore gesorgt. Matthias Kniep ist ab 2022 der Herausgeber des für die Lyrikszene so wichtigen „Jahrbuchs für Lyrik“. Im Gespräch tauschen sie sich über kanonisierende Auswahlprozesse, Vielstimmigkeit und Diversität sowie Kriterien für ein anthologiewürdiges Gedicht, und ihre ganz persönliche anthologische Vorgehensweise aus.

 

Anna Bers, Matthias Kniep

Moderation: Christian Metz

16:30 - 18:00

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Sitzungssaal 1

Adressiert & erreicht (1)
Erfahrungen aus der Vermittlungspraxis

Die Lyrikvermittlung an den Schulen ist seit einigen Jahren im Umbruch. Zugleich sind Forderungen an die Literaturwissenschaft lauter geworden, ihre Anbindung an gesellschaftliche Diskurse sicherzustellen. Die Frage, wie gelungene Lyrik- und Wissenschaftsvermittlung aussieht, an wen sie sich richtet, und wie sie ihre Zielgruppen erreicht, hat dadurch neue Dringlichkeit erhalten. Eine Wissenschaftlerin, eine Dichterin und eine Doktorandin geben Einblick in ihre Erfahrungen aus der Vermittlungspraxis – an der Universität, an der Schule, als Lehrende und Adressatinnen. Welche Methoden sind für welche Zielgruppen produktiv? Wo können die Erfahrungen ‚der Unterrichteten’ den Dingen einen neuen Dreh geben? Und kann der Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Disziplinen neue, gemeinsame Perspektiven eröffnen?

 

Rabea Conrad, Karin Fellner, Irene Pieper

16:30 - 18:00

Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW)

Sitzungssaal 1

Adressiert & erreicht (2)
Vom Umgang mit Institutionenskepsis in Lyrik
und Wissenschaft 

Zwischen den Wörtern „Institution“ und „Skepsis“ scheinen geradezu magnetische Anziehungskräfte zu wirken. Wissenschaft und Lyrik sind diesem Kraftfeld gleichermaßen ausgesetzt. Beide pflegen ein aktives Verhältnis zu kritischen Denktraditionen, das auch die Rolle von Institutionen hinterfragt. Zugleich werden sie selbst als ‚Institutionen’ wahrgenommen und ihre allgemeine Glaubwürdigkeit (und Relevanz) immer breiter in Frage gestellt. Und selbstverständlich sind weder „Lyrik“ noch „Wissenschaft“ Monolithen: In ihren verschiedenen Ausprägungen stoßen sie selbst immer wieder auf die skeptische Beurteilung durch „Institutionen“, meist mit greifbaren praktischen und finanziellen Konsequenzen. Wie gehen Lyrik und Wissenschaft mit dieser Gemengelage um?

 

Matthias Fechner, Pola Groß, Swantje Lichtenstein, Christian Schloyer

Moderation: Anja Utler

16:30 - 18:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal

Poetische Praxis (4)
Hörbar: musikalisch

Diskussionen und Präsentationen zur Medialität der Lyrik, gesehen aus Theorie und Praxis.


Mit Michael Engelhardt; Frieder von Ammon & Rike Scheffler

16:30 - 18:00

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Großer Saal

Poetische Praxis (5)
Digital

Diskussionen und Präsentationen zur Medialität der Lyrik, gesehen aus Theorie und Praxis.


Mit Wiebke Vorrath; Andreas Bülhoff & Jörg Piringer

16:30 - 18:00

Lyrik Kabinett
Veranstaltungsraum

(Nicht) Durchgesetzt! 

Wie Diskursmacht hergestellt und verhindert wird

Qualität setzt sich durch? Manchmal schon. Doch selbst wenn vorübergehende Einigkeit über das Wesen von ‚Qualität’ hergestellt scheint, bleiben andere Faktoren

im Prozess wissenschaftlicher und poetischer Etablierung relevant bis dominant. Wie – und von wem – werden diskursmächtige Positionen heute hergestellt und durchgesetzt? Inwiefern unterscheiden sich die Prozesse in Dichtung und Wissenschaft? Welche Rolle spielt die feuilletonistische Literaturkritik? Wie verläuft das Definitionsgefälle für integrierende Label wie ‚spannend’, ‚wichtig’, ‚innovativ’, ‚exzellent’ etc.? Und entlang welcher Linien werden Aufnahme bzw. Ausschluss sichergestellt?

 

Nico Bleutge, Samuel Kramer, Olga Martynova, Ralph Müller

Moderation: Florian Kessler

20:00 - 21:00

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Plenarsaal

Lyrik Macht Politik

Die Bilder von Amanda Gormans Gedichtvortrag während Joe Bidens Inauguration zum US-Präsidenten wären schon Anlass genug, um über die Konstellation „Lyrik Macht Politik“ zu streiten. Hinzu kommt indes noch der scharfe Kontrast, in dem Gormans Star-Auftritt zu Monika Rincks Rede von Deutschland als einem Land steht, in dem das Verfassen und Verbreiten von Gedichten „größtenteils einfach nur ignoriert wird“. Und während eine Berliner Veranstaltungsreihe für „wehrhafte Poesie“ eintritt, die hilft „Fremdheit einzufordern“, hat der Germanist Torsten Hoffmann jüngst beobachtet, wie „die Neue Rechte seit 2000 eine umfangreiche Literaturpolitik betreibt“ und dabei einen „neuen nationalen Lyrikkanon“ einzurichten sucht. Welche Politik macht also die Lyrik und welche Formen der Ermächtigung benötigt sie? Wo wird die Lyrik von der Politik instrumentalisiert oder schlicht ignoriert? Und welche Macht oder Ohnmacht gilt es zu überwinden?

 

Matthias Fechner, Jo Frank, Heike Paul, Monika Rinck

Moderation: Christian Metz

21:30 - 23:00

Kunstverein München

Archiv

Nachtclub – Literatur-Saloon: 

Lyrisches Standoff

Ausgehend von ihren jeweiligen Lyrik-Biographien und Studienschwerpunkten diskutiert eine Gruppe Studierender zum Reizthema „Lyrik im / neben / trotz Literaturstudium“: Warum haben so viele Studierende Berührungsängste mit Lyrik, warum sind die Lyrik-Seminare so schlecht besucht und wie kommt man überhaupt dazu, sich mit Lyrik zu beschäftigen? Ist Lyrik noch zeitgemäß? Anhand von Gedichtimpulsen wird über Lyrik-Hass, Lyrik-Lust und Lyrik-Angst gesprochen und ein neuer Lyrik-Mut erprobt. Es gibt einen Showdown mit gezogenen Gedichten, im Duell werden endlich die großen Fragen rund um die Lyrik entschieden: Kann man Lyrik verstehen oder muss man sie fühlen? Ist Lyrik unmittelbar oder hermetisch? Ist sie ver-mittelbar? Macht Lyrik Spaß oder muss man sie ernst nehmen? Und schließlich: Was denken die Studierenden darüber, wie sich (wieder) in Kontakt mit Lyrik kommen lässt?

 

Alina Tempelhoff, Carina Eckl, Susanna Fischerauer, Jakob Liebig

Moderation: Magdalena Specht

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Samstag 18.09.

Samstag 18.09.

10:00 - 12:30

Sudetendeutsches Haus

Inventur: 

Was wäre besser anders?

Zeit für eine Bestandsaufnahme und einen Blick nach vorn. Für einen intensiveren und produktiveren institutionellen Austausch zwischen Lyrik und Wissenschaft gibt es alte Erfahrungen und neue Ansätze. Welche davon sind vielversprechend, wie können sie nachhaltig etwas bewirken? In welchen Formen und Formaten können die Disziplinen besser kooperieren? Welche Vorbilder gibt es? Und wo bremsen bestehende Strukturen nachhaltige Auseinandersetzungen und Entwicklungen? Wie könnten vielversprechende Schritte aussehen?

 

Ulrike Draesner, Achim Geisenhanslüke, Ralph Müller, Nora Zapf

Moderation: Holger Pils

ab 11:30

Sudetendeutsches Haus

Next X - Steps, Stationen, Strukturen

Nächste Schritte! Sie sollen zu neuen Kooperationen zwischen Poesie und Wissenschaft führen. Sie sollen Veränderungsmöglichkeiten und Spielräume abschreiten. Sie dürfen Wünschenswertes und Hoffnungsfrohes formulieren. Und sie tasten sich vor zu Fragen nach dem Aufwand, den Prinzipien, der Nachhaltigkeit.

Moderation: Christian Metz

10:00 - 12:30

Lyrik Kabinett
Veranstaltungsraum

Einander lesen (3)
Authentisch ausgedacht uns dokumentiert - Wirklichkeitszugriffe in Lyrik und Wissenschaft

Wissenschaftliche Texte, Quellen oder Berichte geraten zunehmend unter Fälschungs-Verdacht, und tatsächlich scheinen die gesellschaftlichen Bedingungen Fiktionen zu fördern. Die Poesie dagegen grenzt sich vermehrt von Fiktionalität ab. Zentral scheint aber hier wie dort, dass sich Texte in relevanter Weise zur Wirklichkeit verhalten. Wie signalisieren Wissenschaft und Poesie, dass sie dies leisten? Welche Konzepte von Wirklichkeit wiederholen und erzeugen sie dadurch? Ist ‚Wirklichkeit’ ein umkämpfter Begriff, der bestimmte wissenschaftliche und poetische Ansätze validiert und andere diskreditiert? Und welche Garantiefunktion übernehmen die Autor:innen?

 

Natalie Binczek, Monika Rinck, André Rudolph

ab 11:30

Lyrik Kabinett
Veranstaltungsraum

Next X - Steps, Stationen, Strukturen

Nächste Schritte! Sie sollen zu neuen Kooperationen zwischen Poesie und Wissenschaft führen. Sie sollen Veränderungsmöglichkeiten und Spielräume abschreiten. Sie dürfen Wünschenswertes und Hoffnungsfrohes formulieren. Und sie tasten sich vor zu Fragen nach dem Aufwand, den Prinzipien, der Nachhaltigkeit.

Moderation: Anja Utler

10:00 - 12:30

Kunstverein München

Archiv

Switch! frei dilettiert

Fingerübungen in fremdem Denken: In den letzten Monaten haben sich eine Dichterin und ein Wissenschaftler in der je anderen Denk- und Schreibweise versucht. Was geschieht dabei mit dem Gegenstand, was mit der Sprache und was mit dem eigenen Denken? Wirkt die Erfahrung auf die eigene, alltägliche Arbeit zurück? Das Übungspaar gibt Einblicke in seinen Austausch, seinen Arbeitsprozess und präsentiert die Ergebnisse.

 

David Gabriel, Martina Hefter

ab 11:30

Kunstverein München

Archiv

Next X - Steps, Stationen, Strukturen

Nächste Schritte! Sie sollen zu neuen Kooperationen zwischen Poesie und Wissenschaft führen. Sie sollen Veränderungsmöglichkeiten und Spielräume abschreiten. Sie dürfen Wünschenswertes und Hoffnungsfrohes formulieren. Und sie tasten sich vor zu Fragen nach dem Aufwand, den Prinzipien, der Nachhaltigkeit.

Moderation: Tristan Marquardt

Finale
14:00 - 15:30

Sudetendeutsches Haus

Büro der überflüssigen Worte - Verflüssigung

Interaktives Wortrecycling mit Dirk Hülstrunk

Finale
14:00 - 15:30

Sudetendeutsches Haus

Sensing... Zukunft

Daniel Falb & Dana Giesecke nehmen die „Sensing…“-Fäden des Eröffnungsabends wieder auf und wagen sich ins diffuseste unter den omnipräsenten Alltagsphänomenen: die Zukunft. Eine Expedition in das, was vom Kommenden schon da ist.

Finale
14:00 - 15:30

Sudetendeutsches Haus

"So war's!"

Drei haben den Überblick: Maximilian Mengeringhaus, Ulf Stolterfoht, Saskia Warzecha haben die Konferenz begleitet und teilen nun ihre Eindrücke. Lücken werden gefüllt und entdeckt, Parallelen werden gezogen und Schnittmengen ermittelt, es wird offengelegt, was sich nicht vorhersagen ließ.